Zählungen und Kameras erfassen vor allem den motorisierten Verkehr. Umfragen geben vor allem Aufschluss darüber, was die Menschen denken. Dorple ergänzt dies durch freiwillige Bewegungsdaten, ortsspezifische Signale und gezielte Fragebögen – aggregiert und datenschutzbewusst in einer Übersicht.
Umfeldanalysen für kommunale Mobilitätspläne (GMP) stützen sich häufig auf Induktionsschleifen und Kameras. Diese erfassen zwar präzise, wie viele Autos vorbeifahren, lassen jedoch Radfahrer und Fußgänger außer Acht. Zudem erfassen herkömmliche Umfragen lediglich, was die Menschen denken oder sich erinnern. Das Ergebnis? Infrastrukturentscheidungen, die auf unvollständigen Annahmen beruhen, was zu suboptimalen Investitionen und im Nachhinein zu unzufriedenen Bürgern führt.
Nicht passiv. Bewusst. Datenschutz an erster Stelle.
In Dorple startet ein Teilnehmer selbst eine Aufzeichnung, wenn er oder sie unterwegs ist. Dabei handelt es sich nicht um eine passive Messung: Es bedarf einer ausdrücklichen Zustimmung und einer bewussten Aktion in der App. Dorple verfolgt die Route, unterstützt das Anhalten und Fortsetzen und synchronisiert die Daten sicher mit dem Server.
Im Anschluss füllt der Teilnehmer eine kurze Bewertung der Route aus: Warum die Route (Arbeit, Schule, Freizeit), mit welchem Verkehrsmittel und wie Komfort, Sicherheit, Lärm und Aussicht empfunden wurden. Wer zu Hause oder an anderen sensiblen Orten keine Daten weitergeben möchte, richtet Datenschutzzonen ein; mit „Flow Incognito“ bleiben die Routen zudem aus den aggregierten Partnerstatistiken heraus.
Als Partner sehen Sie keine einzelnen Routen oder Adressen. In den Bereichen „Nutzerrouten“ und „Kartenanalyse“ erhalten Sie jedoch ein zusammenhängendes Bild: wo sich die Bewegung konzentriert, welche Zonen und Zugänge am stärksten frequentiert sind, wie der Verkehr zwischen den Zonen fließt, zu welchen Zeiten Spitzen auftritt und wie sich die Verkehrsmittel verteilen – stets unter Wahrung der k-Anonymität, sodass Muster nur sichtbar werden, wenn eine ausreichende Anzahl von Teilnehmern mitmacht. Kein Live-Tracking, dafür aber nützliche Informationen für GMP, Neugestaltung oder den schulischen Kontext.
Mobilität steht selten für sich allein. In der Kartenanalyse stellen Sie Bewegungsmuster neben andere Ebenen auf einer Karte dar. „Pulse“ zeigt, wo sich die Teilnehmer im Projektgebiet aufhalten. „Poorten“ verdeutlicht, wo Menschen vor allem ankommen oder abgehen. Gemiedene Orte und Netzmerkmale weisen auf Stellen hin, an denen das Fußgänger- oder Radwegenetz Probleme bereitet – mit Umwegvarianten, sofern diese verfügbar sind. Die Ebene „15-Minuten-Stadt“ stellt die Erreichbarkeit von Bildungseinrichtungen und Einrichtungen des täglichen Bedarfs diesen Bewegungsmustern gegenüber. Und Verbesserungsmöglichkeiten, Ideen und bedeutungsvolle Orte sind auf derselben Karte dargestellt, sodass Sie Bewegung, Netzwerk und Signale der Bewohner in einem einzigen Bild erfassen können.
Für gezielte Fragen – etwa zur Parkplatzsituation, zu einer Schulzone, einem Radweg oder zur Zufriedenheit nach einer Neugestaltung – nutzen Sie Fragebögen innerhalb desselben Projekts. Es wird kein separates Umfrage-Tool neben Dorple verwendet: Die Antworten werden pro Frage aggregiert im Partnerportal angezeigt, mit Freitext, Auswahlmöglichkeiten, Schiebereglern oder einem Punkt auf der Karte innerhalb des Projektgebiets. Sie kombinieren diese Ergebnisse mit Bewegungsmustern und Kartenebenen in einer einzigen Akte, ohne eine Verknüpfung zu einzelnen Personen herzustellen.
Subjektive Sicherheit greift ein, bevor harte Unfallzahlen sprechen. Trace-Auswertungen liefern Komfort- und Sicherheitsbewertungen; in Bereichen mit Verbesserungspotenzial können die Teilnehmer Problemstellen – schlechte Straßenoberfläche, Beleuchtung, gefährliche Überwege – mit Foto und Standort markieren. Wo KI zum Einsatz kommt, hilft sie dabei, die Beiträge im Rahmen des Themas „Mobilität & Barrierefreiheit“ einzuordnen. Kein Nachbarschaftschat, sondern strukturierte Beiträge, die Sie in der Galerie, auf der Karte und im Bericht wiederfinden.
Wenn ein Projekt vorangetrieben werden soll, unterstützt Dorple den nächsten Schritt. Mithilfe von Simulationen können Sie verschiedene Szenarien – Absperrungen, neue Verbindungen – erkunden, bevor diese in die Tat umgesetzt werden. PDF-Berichte fassen Trassenverläufe, Beteiligungsergebnisse, Fragebögen und, sofern verfügbar, eine KI-Zusammenfassung für Ihre Unterlagen zusammen. Auf Programmebene können Sie zudem die Mobilität zwischen Stadtvierteln oder Phasen nebeneinander vergleichen.
Mobilitätsdaten sind sensibel. Dorple wurde für eine partizipative Nutzung in großem Maßstab entwickelt, nicht zur Verfolgung einzelner Personen. Die Erfassung von Bewegungsdaten erfolgt auf freiwilliger Basis, Datenschutzzonen und „Flow Incognito“ werden respektiert, und Partneransichten arbeiten mit k-Anonymität. Die Infrastruktur befindet sich innerhalb der EU, ohne dass „Big Tech“ als Kernplattform fungiert.
Große Veränderungen fangen klein an. Sie müssen nicht sofort Ihre gesamte Mobilitätspolitik umkrempeln. Nutzen Sie Dorple als „Umgebungsanalyse“ für ein bestimmtes Stadtviertel, eine komplexe Kreuzung, eine Neugestaltung oder eine gezielte Befragung zur Mobilität von Studierenden oder Pendlern.
Schnelle Umsetzung: Unsere Pilotprojekte fallen unter die Schwelle für die direkte Vergabe (begrenzter Wert). Dadurch kann Ihre Abteilung für Mobilität oder Teilhabe bereits innerhalb weniger Wochen mit der Arbeit beginnen, ohne aufwendige und zeitraubende Ausschreibungsverfahren.